Geschichte von dem Musical "Ludwig".....

Ludwig II. – Sehnsucht nach dem Paradies  ·  Biographie

König Ludwig II. von Bayern
1845 – 1886

Bis heute fasziniert die Lebensgeschichte König Ludwigs II. von Bayern viele Menschen in der ganzen Welt. Der Monarch, der mit eigenständiger Politik kaum in Erscheinung trat, zählt mit seiner Gestalt und seinen romantischen Träumen, die er Wirklichkeit werden ließ, zu den außergewöhnlichsten Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts.

Sehr jung - im Alter von 18 Jahren - bestieg der Kronprinz am 10. März 1864 den bayerischen Thron, nachdem sein Vater, König Maximilian II., mit erst 53 Jahren überraschend gestorben war. Die Sympathie seiner Untertanen war ihm gewiß: Der junge, attraktive Ludwig galt als der schönste und von den Frauen begehrteste König seiner Zeit.

Geboren wurde Ludwig am 25. August 1845 im Schloß Nymphenburg in München. Der Kronprinz genoß keineswegs eine unbeschwerte Kindheit. Er und sein um zwei Jahre jüngerer Bruder Otto sollten früh an die Bürde königlicher Pflichten gewöhnt werden. Der Umgang mit anderen Kindern war ihnen untersagt und der Kontakt zu den Eltern wurde auf ein Minimum beschränkt. Nach Überzeugung damaliger fürstlicher Pädagogen sollte eine Distanz zu den Eltern die Selbständigkeit der Heranwachsenden fördern. Die Prinzenbrüder verbrachten einen Großteil ihrer Kindheit fern der Hauptstadt München auf Schloß Hohenschwangau im Allgäu. Getrennt von den Eltern, erzogen von nüchternen und korrekten Beamten, die vor allem darauf bedacht waren, den Kronprinzen mit den Realitäten der Welt vertraut zu machen, lebte Ludwig jedoch hier in einer Umgebung weit entfernt von der großen Staatspolitik. Eine phantastische Naturlandschaft und ein burgartiges Schloß, ausgefüllt mit romantischen Wandbemalungen deutscher Märchen und Heldensagen und den allgegenwärtigen Schwanen-Motiven, prägten den phantasie- und gefühlvoll veranlagten Ludwig. Heimlich begann der Heranwachsende, sich nachts mit dem zu beschäftigen, was ihn besonders interessierte: Theater, Opernlibretti und Literatur.

 

Der junge Bayernkönig regierte in einer Epoche des Wandels in Europa. In einer Zeit schnell voranschreitender Industrialisierung, in der Arbeiter um ihren Rechte und Freiheiten kämpften und Liberalismus und Bürgertum immer stärker wurden, fand Ludwig Orientierung in einer längst vergangenen, absolutistischen Zeit, bei den französischen Bourbonenkönigen des 17. Jahrhunderts. Seine Regentschaft wollte er wie ein religiöses Ritual zelebrieren. So gleicht etwa der Thronsaal von Schloß Neuschwanstein sehr viel mehr dem Inneren einer Kirche als dem Repräsentationsraum eines weltlichen Herrschers.

Die Politik zwang ihn Kriege zu führen, obwohl er sein Leben allein der ewigen Schönheit und Wahrheit der Kunst widmen wollte. In seine Regentschaft fällt die Zeit des Einigungskrieges gegen Preußen und später gegen Frankreich sowie die Gründung des Deutschen Reiches unter der Kaisermacht der Hohenzollern. Die Niederlage Bayerns im Jahre 1866 gemeinsam mit Österreich gegen Preußen leitete den Souveränitätsverlust Bayerns bei der Reichsgründung vier Jahre später ein. Ludwigs Konflikt zwischen einem Leben für die künstlerische Idealwelt und den Zwängen der Realpolitik trieb ihn beinahe zur Abdankung – doch er regierte weiter.

Eine sehr enge, persönliche Beziehung verband König Ludwig II. zu seiner Cousine und österreichischen Kaiserin Elisabeth, genannt Sissi. Sie hatten viele Gemeinsamkeiten und fühlten sich seelenverwandt: Ludwig und Sissi gaben sich gerne unkonventionell, liebten die Einsamkeit, haßten höfischen Zwang, waren bildungseifrig und sehr belesen, vor allem, was klassische Literatur betraf. Beide waren gegen Krieg und Gewalt, hatten ein sehr selbstbewußtes Verhältnis gegenüber der Kirche und suchten aufrichtige Freundschaft zu Menschen, die ihnen uneigennützig Halt geben konnten. Beiden blieben Enttäuschungen nicht erspart.

Seit seiner Jugend schwärmte Ludwig für den genialen Komponisten Richard Wagner und dessen romantische Opern. Wenige Wochen nach seiner Inthronisierung holte der bayerische König den von Existenzängsten geplagten Musiker nach München und befreite ihn nicht nur von seinen materiellen Sorgen, sondern ermöglichte ihm einen derartig aufwendigen Lebensstil, daß er damit auf Unverständnis und Ablehnung sowohl seitens der Minister als auch seines Volkes stieß. Der König aber wollte, daß der "Meister" sich ohne Einschränkungen seiner Kunst widmen und seine entworfenen Werke ausführen konnte. Die Uraufführung von "Tristan und Isolde" im Nationaltheater im Jahre 1865, wurde von Ludwig als der "vielleicht größte Tag in der Musikgeschichte der bayerischen Landeshauptstadt" gelobt. Doch aufgrund des Einspruchs der protestierenden Minister mußte Wagner, Ludwigs "theuerster und liebster Freund", schon im selben Jahr München wieder verlassen. So war auch diese Freundschaft zerbrochen, obgleich der König dem Musiker später half, dessen Traum vom eigenen Festspielhaus in Bayreuth zu verwirklichen.

In den kommenden Jahren zog sich der von seinen Ministern oft realitätsfern genannte König immer mehr in die phantastischen Traumwelten seiner Schlösser in wilder Bergeinsamkeit zurück. In nur zwei Jahrzehnten auf dem Thron entstanden immer neue und immer kühnere Pläne. Einige – beispielsweise das Schloß Falkenstein - wurden nicht realisiert. Andere wurden Wirklichkeit und werden heute von Besuchern aus aller Welt bewundert: Das im französischen Stil erbaute Rokoko-Juwel Schloß Linderhof, Schloß Herrenchiemsee nach dem Vorbild von Versailles und als Höhepunkt das berühmte, der mittelalterlichen Wartburg nachempfundene Märchenschloss Neuschwanstein.

In den königlichen Bauten verewigte König Ludwig seine Sehnsucht nach künstlerischen Paradiesen. Die Kulissenhaftigkeit der Schlösser war dabei beabsichtigt. Neuschwanstein beispielsweise wurde von einem Theatermaler entworfen, der ohne Rücksicht auf zeitgemäßen Stil oder Funktion die gewünschte erhabene Wirkung erzeugen konnte.

Nach Ansicht der königlichen Minister sollten die drei prachtvollen und kostspieligen Schlösser das bayerische Volk von der Unzurechnungsfähigkeit des Königs überzeugen. Bayern, behaupteten sie, sei nur durch dessen Absetzung vor dem finanziellen Ruin zu bewahren. Bis heute beweisen Millionen Besucher aus der ganzen Welt das Gegenteil. Bereits kurz nach Ludwigs Tod wurden die Schlösser beliebte Besucherziele. Außerdem stärkten die großen Bauvorhaben die abgelegenen, strukturschwachen Regionen. Auch deswegen verehrten die Menschen ihren König.

Geliebt von seinem Volk, aber gehaßt von seinen Ministern, wurde Ludwig II. im Jahre 1886 für geisteskrank erklärt und abgesetzt. Wenige Tage später, am 13. Juni, starb er auf mysteriöse Weise im Starnberger See. Die Umstände seines Todes geben bis heute Anlaß zu vielfältigen Spekulationen. War es ein Unfall während eines Fluchtversuchs, Selbstmord oder gar Mord durch seine politischen Gegner? Die Akten des geheimen königlichen Hausarchivs, die das Geheimnis vielleicht lüften könnten, sind noch immer verschlossen. Die Legende des Märchenkönigs lebt weiter, für Bayern und für die Gäste aus aller Welt.

Die Geschichte vom Musical Ludwig II. – Sehnsucht nach dem Paradies  ·  Das Musical (Inhalt)

"Ludwig II. – Sehnsucht nach dem Paradies" ist eine Hommage an den bayerischen Märchenkönig. Das Musical erzählt mit allen Mitteln der Theaterkunst seine tragisch-dramatische Lebensgeschichte: Kronprinz Ludwigs allzu frühe Inthronisierung, die unglückliche Liebe zu seiner Cousine Sissi, der österreichischen Kaiserin, seine rauschhafte und später enttäuschte Freundschaft zu Richard Wagner, seinen Rückzug in die Traumwelten der Schlösser und Burgen, seine Absetzung und seinen rätselhaften Tod. Zu erleben ist kein Historienspiel, sondern ein phantastisches Drama. Bayerns "Märchenkönig" Ludwig II. wird als Visionär lebendig, der Traum und Technik zu versöhnen versucht. Die Zerrissenheit zwischen den Ansprüchen der kriegerischen Realität und der Sehnsucht nach einer harmonischen Welt der Kunst begleitet ihn bis an sein Ende. Mit dem Menschen Ludwig kommen uns auch die Großen seiner Zeit nahe: Sissi und ihre Schwester Sophie von Bayern, die großen Komponisten Wagner und Liszt, der eiserne Kanzler Bismarck und der Schauspieler Kainz.

Der Komponist Franz Hummel zieht alle Register seiner Kunst: Der üppige Klang eines großen spätromantischen Opernorchesters begleitet König Ludwig in seine Traumwelt. Seine Sehnsüchte drückt er in Liedern von klassischer Schönheit aus. Die Minister halten mit einer original bayerischen Blasmusik-Kapelle dagegen. Rhythmische Akzente setzt ein exotischer Chor. Arien, Couplets und Schnaderhüpferl, Polka und Walzer erzählen das Melodrama eines musikbegeisterten Königs. Der New Yorker Choreograph John Caraffa setzt das gesamte Ensemble in Bewegung, in rauschenden Ballszenen und einem entfesselten Bacchanal.

Die historischen Traumwelten des Märchenkönigs werden auf der Bühne in magische Bilder transformiert: In 24 Szenerien entfaltet sich das Musical. "Ludwig II. - Sehnsucht nach dem Paradies" zaubert die ungeheure Spannweite der königlichen Visionen zwischen Sein und Schein auf eine große Drehbühne. So wechseln poetisch-realistische Bilder mit scherenschnittartigen Reliefs, große Illusionen im Kulissenstil des 19. Jahrhunderts mit künstlerisch verwandelten Räumen, Projektionen mit Effekten allerneuester Theatertechnik. Dabei trägt dieses Zaubertheater die unverkennbare und eigenwillige künstlerische Handschrift des Bühnenbildners Heinz Hauser.

 

 

 

 

 

Und hier nun das Stück - so wie es gespielt wird. Es sind insgesamt 5 Akte, wobei 3 Akte zusammenhängend als "Teil 1" gezeigt werden. Nach der Pause (ca. 35 bis 45 min) folgen die letzten 2 Akte (Teil 2)

 

Ludwig II. - Sehnsucht nach dem Paradies
von Franz Hummel, Stephan Barbarino, Heinz Hauser

Inhaltsangabe

1.  Akt: München 1864

Ludwig und die MinisterEin endloser Trauerzug begleitet den Sarg des bayerischen Königs Maximilian II., darunter sein Sohn und Thronfolger, Ludwig II.. In einer Kirche erscheinen dem jungen König drei schwarze Nymphen. Sie weissagen ihm einen steinigen, einsamen Weg, warnen ihn vor Wasser, Weibern, Staatsgeschäften und ermutigen ihn, seine Träume zu verwirklichen und fantastische Schlösser zu bauen.

Im Audienzsaal der Residenz werden dem Kabinett die neuesten Waffen vorgeführt. Die Minister hoffen, die Kriegsbegeisterung des Königs wecken zu können. Da kommt ein preußischer Gesandter und will die Bayern für einen Krieg gegen Osterreich gewinnen. Die Minister brüskieren ihn. Ungeduldig erwarten sie die Thronrede ihres neuen Königs, er aber singt von einem friedlichen, der Kunst geweihten Bayern.

II.  Akt: Bad Kissingen

Ludwig und Sissi Im prunkvollen Ballsaal des bayerischen Kurorts vergnügen sich die gekrönten Häupter Europas und ihr Hofstaat im Walzertakt. Ludwig und seine Cousine Elisabeth gestehen einander ihre Liebe, obwohl sie um deren Aussichtslosigkeit wissen. Die schöne Kaiserin von Osterreich und der König träumen von einem fernen Paradies. Darauf begegnet Ludwig dem Komponisten Richard Wagner, für dessen sagenhafte Opern er schwärmt. Die Minister beobachten mit Argwohn, was der König dem verschuldeten Komponisten verspricht. Listig erzwingen sie von Ludwig, im Namen der Staatsraison, die Verlobung mit Sissis Schwester Sophie, die aber bereits heimlich in den jungen Hoffotografen Hanfstaengl verliebt ist.

III. Akt: Residenz

Ludwig und Richard WagnerLudwigs kleiner Bruder Otto spielt Krieg mit seinen Zinnsoldaten — und erleidet dabei einen Wahnsinns­anfall. Der König erkennt seine Ohnmacht gegenüber der Kriegspolitik seiner Minister und sucht Trost in der Musik.

Im Musikzimmer singt Sissi, begleitet vom Hofkapellmeister von Bülow, für Ludwig das Lied von Adler und Möwe, ein Sinnbild ihrer vergeblichen Liebe. Auch Sophie läßt sich zum Gesang auffordern, singt aber absichtlich falsch und bringt Ludwig dazu, die Verlobung aufzulösen. Glücklich fallen sich Sophie und Hanfstaengl in die Arme — sie haben ihr Paradies gefunden.

Für den König liegt in Wagners Musiktheater die Zukunft der Musik. Nach der Separatvorstellung einer neuen Oper (Siegfried) des angebeteten Meisters überrascht Ludwig den Komponisten mit Bülows Gattin Cosima in flagranti (hinter der Bühne)  und fühlt sich nun von aller Welt betrogen. Da eröffnen ihm die Nymphen ein neues Lebensziel — die Traumwelt der Königsschlösser.

PAUSE

IV. Akt: Schlösserwelt

Ludwig bei seinen nächtlichen SchlittenfahrtenAuf der Baustelle von Schloß Neuschwanstein kommentieren die Minister die Baupläne des Königs. Bismarck kauft Ludwig mit der Zustimmung zur Gründung des Deutschen Kaiserreichs zugleich die Souveränität ab. Als Gegenleistung erhält der bayerische Monarch die finanziellen Mittel, seine architektonischen Fantasien weiter zu verwirklichen. Ludwig verwandelt sich in den Märchenkönig, der nächtliche Schlittenfahrten unternimmt, im maurischen Kiosk ein Gelage veranstaltet und sich schließlich in einem Ballon um die Welt träumt. Nicht einmal Sissi gelingt es, Ludwig seinen weltfernen, einsamen Fantasien zu entreißen. Unterdessen fassen die Minister den Entschluß, den König für verrückt zu erklären und abzusetzen.

V.  Akt: Grotte und See

Ludwig im Starnberger SeeIm Schutz seiner kristallenen Grotte wird der König zum Regisseur, der seine Helden Lohengrin und Siegfried in einem orgiastischen Bacchanal in Szene setzt. Immer mehr wird Ludwig selbst Teil seiner Inszenierung. Falsche und echte Freunde erscheinen ihm im Rausch der Erinnerung, mit Sissi singt er ein Liebesduett.

Doch seine Feinde, die Politiker und Beamten, wollen ihn verhaften und stoßen ihn aus diesem letzten fantastischen Traum. Da kommt ihnen der König zuvor. Nach einem Donnerschlag übergibt Ludwig den Ministern seine königlichen Insignien Krone, Zepter und Mantel.

,,In der Erinnerung erwacht mein Paradies und ruft nach mir“ sind die letzten Worte des Märchenkönigs am Ufer des Starnberger Sees. Das hymnische Finale kann beginnen.

 

Das Theater und Spielort

Das Musicaltheater mit herrlichen Blick auf die Berge(Stand 1999)

Das für das Musical erbaute Musical Theater Neuschwanstein ist das derzeit einzige große Theaterneubau-Projekt in Deutschland und das größte Bauvorhaben im Allgäu seit Kriegsende. Das außergewöhnliche Bauwerk zeichnet sich durch eine bemerkenswerte Architektur an einem eindrucksvollen Standort aus: Es entsteht auf einem 45000 m2 großen, eigens aufgeschütteten Grundstück im Forggensee. Für diese neu entstandene Fläche wurden 70.000 m3 Kies aus dem Stausee verschoben. Vom gesamten Theaterbau sowie den großzügigen Garten- und Parkanlagen eröffnet sich dem Besucher ein grandioser Panoramablick über den See auf die Allgäuer Alpen und die Königsschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau.

 

Das Musical Theater Neuschwanstein ist ein fünfteiliger Baukörper mit einer 150 Meter langen Glasfassade, bestehend aus zwei Seitenflügeln mit Kopfbauten und einem 32 Meter hohen Haupthaus. In enger Abstimmung mit den Autoren wurde der Bau von Josephine Barbarino (Urban Design, München) entworfen. Der Entwurf orientiert sich an den Plänen des von Gottfried Semper für König Ludwig II. und Richard Wagner geplanten, aber nie realisierten Festspielhauses in München und somit auch am Festspielhaus Bayreuth. Auch die Verwandtschaft mit dem Münchner Prinzregententheater ist kein Zufall.

 

 

 

 

Die Musical-Macher

Die Autoren

Das Autoren-Team: Heinz Hauser, Franz Hummel, Stephan Barbarino

 

 

 

Stephan Barbarino

Der Intendant des Musical Theaters Neuschwanstein und Produzent des Musicals wurde 1955 in Burghausen geboren und arbeitet seit 1994 an der Verwirklichung seiner Vision vom Gesamtkunstwerk.
Barbarino studierte zunächst Kunstgeschichte und Bayerische Volkskunde an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und wechselte dann zum Hauptfach Regie an die Grazer Hochschule für Musik und Darstellende Kunst.

Seit 1985 ist Barbarino als freier Regisseur tätig. Er inszenierte unter anderem am Staatstheater Stuttgart, am Nationaltheater Mannheim und am Schauspielhaus Düsseldorf. Dort begann die Zusammenarbeit mit dem Bühnenbildner Heinz Hauser. 1991 bis 1994 war er Intendant der Hamburger Kammerspiele. In diese Zeit fallen eine Reihe von außergewöhnlichen Produktionen, unter anderem mit dem Jazz-Trompeter Lester Bowie und dem Klezmer-Klarinettisten Giora Feidman. Die von Barbarino mitproduzierten Mozart-Inszenierungen des Musical Theatre London wurden von BBC und ARTE gesendet.

Der ORF zeichnete seine Inszenierung des Stücks "Der Ohrenmaschinist" von Gerd Jonke mit Ulrich Wildgruber als Beethoven auf. Seit 1994 verfolgt Barbarino die Realisierung seiner Idee eines König Ludwig-Musicals. Die Pläne für das Festspielhaus entwarf Josephine Barbarino, die den Bau heute künstlerisch leitet. 1996 begegnete er dem Komponisten Franz Hummel; die daraus entstandene Zusammenarbeit bezeichnen beide als Glücksfall. Hummel war es auch, der Barbarino mit seinem Verleger Felix Maria Roehl zusammen brachte. Letztere gründeten 1996 die Ludwig Musical Projekt GmbH. An der daraus hervorgegangenen Ludwig Musical AG & Co. Betriebs-KG ist Barbarino als Mehrheitsgesellschafter an der Komplementärin beteiligt und hat die künstlerische Gesamtleitung des Projekts inne.

Franz Hummel

Der Komponist Franz Hummel geboren 1939 in Altmannstein, ist einer der bedeutendsten Vertreter moderner Musik.
Entdeckt und gefördert u.a. von Richard Strauss, Eugen Papst und Hans Knappertsbusch, hat er sich zunächst als Klaviervirtuose im Konzertsaal und mit über 60 Plattenaufnahmen einen Namen gemacht. Seit zwei Jahrzehnten finden seine Kompositionen, u.a. Symphonien und Opern, Konzerte und Kammermusik, Ballett- und Film-Musiken, internationale Beachtung. 1997 gründete er den "Sinfonischen Sommer Riedenburg".

Im Mai 1998 wurde seine neunte Oper "Beuys" als Koproduktion der Deutschen Oper am Rhein
in Düsseldorf und der Wiener Festwochen urauf-geführt. Für das SWF-Fernsehen hat er ein großes Requiem auf die Jahrtausendwende für Soli, Chor und Orchester komponiert.

Als Auftragswerk der Händel-Festspiele 2001 in Karlsruhe schreibt er zur Zeit die Oper "Händel".

 

 

Heinz Hauser

Die opulenten Bildwelten des Ludwig Musicals erfindet der Innsbrucker Heinz Hauser (56), ein international erfahrener und gefragter Bühnen-bildner Er studierte Malerei an der Bundesgewerbe-
schule Innsbruck der Meisterschule für Malerei in Baden bei Wien und an der Wiener Akademie für Angewandte Kunst. Gleich nach seinem Diplom wurde er 1967 als Grafiker an das Tiroler Landestheater engagiert. Dort wurde er als Bühnenbildner entdeckt. Innerhalb von drei Jahren stattete er über 30 Stücke aus. In München arbeitete Hauser sechs Jahre lang als gefragter Illustrator, Werbegrafiker und Art Direktor. Der große Volksschauspieler Hans Brenner holte ihn zurück ans Theater. Als Bühnenbildner engagierten ihn u.a. Franz Xaver Kroetz, Otto Schenk, Amélie Niermeyer und vor allem David Mouchtar-Samorai. Im Schauspielhaus Düsseldorf lernte Hauser 1984 Stephan Barbarino kennen. 1992 war er an dessen Eröffnungspremieren in den Hamburger Kammer-spielen beteiligt. 1992 und 1997 wurde Hauser von der Zeitschrift "Theater heute" als einer der Bühnen-bildner des Jahres nominiert, desgleichen 1997 von der "Opernwelt". Ebenfalls 1997 erhielt Hauser einen der Bayerischen Theaterpreise. Neben dem Musical entwirft er zur Zeit Bühnenbilder für Oper und Schauspiel in Wien, Frankfurt, Mannheim, Bonn, und im Rahmen des EXPO-Kultur-Programms, am Niedersächsischen Staatstheater Hannover

 

 

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